Kerstin Gier Lesung zu „Rubinrot“ in Erfurt

Ach, war das schön!

Endlich war Kerstin Gier für eine Lesung in Erfurt eingeladen. Im Rahmen der 15. Erfurter Kinderbuchtage stellte sie nun erneut ihren erfolgreichsten Roman „Rubinrot“ vor, der am selbigen Abend noch seine Premiere in Erfurt feiern sollte. Aus diesem Grund konnte auch Maria Ehrich, kurzfristig nicht mehr an der Lesung teilnehmen, was natürlich Schade war, aber völlig verständlich.

Für mich war es die erste Lesung von Kerstin die ich Live verfolgen konnte, denn bisher kannte ich sie nur von Online Lesungen und ich muss gestehen das mir ihre Äußerungen dabei meist nicht gefallen haben.

Kerstin Gier und P. Peterknecht

Aber nun saß ich ihr ja sozusagen persönlich gegenüber und genoss einfach die Atmosphäre und die witzig spritzige Art mit der Kerstin liest und Fragen beantwortet. Im Atrium der Stadtwerke fand die Lesung einen tollen Rahmen und unterlegt mit dem Soundtrack des Films war das ein prima Einstieg, denn Kerstin konnte gar nicht genug vom Film erzählen.

Sie sprach davon wie wenig sie eigentlich am Film selbst beteiligt war, aber das es sie kein bisschen stören würde, denn Buch und Film sind einfach zwei ganz verschiedene Dinge. Um so begeisterter und verblüfft war sie, als die das Set und die Dreharbeiten ein paar Tage beobachten durfte. So viel Trubel und Aufwand für eine so kleine Szene, das fand sie einfach nur verrückt. Und sie verriet uns auch, dass sie selbst einen kleinen Filmauftritt hinlegen durfte. Einmal durch´s Bild laufen und erstaunt gucken, dass sollte ja eigentlich nicht so schwer sein, und trotzdem mussten sie es mehrfach drehen. Dabei taten ihr alle Nebendarsteller leid, die sämtliche Tätigkeiten noch einmal und noch einmal wiederholen mussten. Aber zufrieden sei sie mit ihrem Cameo nicht unbedingt. Das eigene Gesicht so riesig auf einer Leinwand zu sehen, das ist einfach nicht´s für sie.

Sie las kurz zwei Textpassagen aus dem Buch vor und kam dabei immer wieder zum Film zurück. So erzählte sie von besorgten Leserinnen die sich an sie wendeten, weil ihnen in den Trailern schon „Fehler“ aufgefallen sind. Wie die Blusen der Schuluniform die einfach nicht Kartoffelbrei-Gelb sind. Und auch Veranstalter P. Peterknecht, von der Buchhandlung Peterknecht, wusste scheinbar was wir alle wissen wollen, denn er stellte die richtigen Fragen um noch mehr Einzelheiten zum Film zu erfahren, da die meisten Anwesenden den Film noch nicht gesehen hatten.

Kerstin sprach an dem Nachmittag über so viele interessante Details aus dem Film, das wir am Ende der Lesung einfach am liebsten alle mit ihr zur Premiere gefahren wären. Aber leider gab es dafür schon längst keine Karten mehr. Schade, aber so hatten wir wenigsten eine super witzige und interessante Lesung mit Kerstin Gier und weitere signierte Exemplare für unsere Regale.

Viele Leserinnen warteten auf ihr Autogramm.

Danke auch an meine Buchverrückten Mädels und meine Muddi, mit denen so eine Lesung gleich nochmal doppelt so viel Spaß macht.